Zukunftsthema: Barrierefreiheit in Sauna-Anlagen

Saunabaden ist eine von über 30 Millionen Deutschen praktizierte Freitzeitbeschäftigung. Gesundheitsaspekte und die Förderung des persönlichen Wohlbefindens stehen dabei für alle Zielgruppen als Motive obenan. Wer mit zunehmendem Lebensalter, etwa durch eine Behinderung, eingeschränkt ist, wird dem Schlüsselwort „Barrierefreiheit“ in Saunaanlagen große Bedeutung beimessen. Verzicht auf das Saunabaden wäre keine Alternative.

„Barrierefreiheit ist ein großes Zukunftsthema für Saunaanlagen und Bäder“, ist Ulrich Müther überzeugt, Geschäftsführer des Saunaherstellers Müther in Haltern am See. Es gebe großen Nachholbedarf, denn nur wenige öffentliche Anlagen seien derzeit auf Menschen mit altersbedingten Beeinträchtigungen ausgerichtet. „Man braucht sich deshalb nicht zu wundern, dass so wenige Menschen uber 70 in öffentliche Saunabetriebe gehen, weil die Rahmenbedingungen nicht stimmen.“ Treppen, schmale Türen, Türschwellen oder Drehkreuze stellen oft unüberwindbare Hindernisse für Menschen mit körperlichen Einschränkungen dar.

Siehe  www.nullbarriere.de

Langsam findet ein Umdenken statt.  „Es wird zunehmend gefordert, Saunen barrierefrei zu bauen“, hat Ulrich Muther beobachtet und sieht sein Unternehmen darauf gut vorbereitet.  „Unsere neu entwickelte barrierefreie Sauna ist für altersbedingte körperliche Einschränkungen optimal ausgerichtet.“ Eine automatische hydraulische Türöffnung und ein ebenerdiger Eingang ermöglichen das Betreten oder Befahren der Sauna ohne Hindernisse. Es können stabile Befestigungshaken als Aufziehhilfe an und neben der Tür angebracht werden. Um die oberen Sitzbänke zu erreichen, gibt es einen hitzebeständigen Lift, der den Bewegungsbehinderten problemlos mit dem Rollstuhl anhebt. Müther: „Die barrierefreie Sauna wird nach individuellen Kundenanforderungen konstruiert.“

Um die Bedürfnisse älterer Menschen noch besser kennenzulernen, hat Müther eine Kooperation mit dem Meyer-Hentschel-Institut in Saarbrücken geschlossen. Beide Seiten wollen gemeinsam Lösungen für das Problem erarbeiten, dass viele Bäder, Sauna- und Wellnessanlagen zurzeit noch Gestaltungsmängel aufweisen, die sie für ältere Zielgruppen mit bestimmten Handicaps schwer zugänglich machen. Das Institut hat einen  „Age Explorer“ entwickelt, eine Art Raumanzug, mit dessen Hilfe auch jüngere Menschen nachempfinden können, wie Ältere mit Handicaps ihre Umwelt erleben.

Siehe auch: barrierefreie Saunen von Müther für Privatkunden

veröffentlicht am 26.01.2013